Förderprogramm Belarus 2019-10-18T12:56:51+00:00

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Förderprogramm Belarus

„Durch die Vereinigung von Potenzial und Möglichkeiten der Partner

tragen wir zu einem menschenwürdigen Leben sowie zum

Erreichen der Nachhaltigkeitsziele in Belarus bei“

Das Förderprogramm Belarus (FPB) „Grenzen überwinden“ wird seit 2002 im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt. Verantwortlich für die Umsetzung des FPB ist  das internationale Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund in Kooperation mit der der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk. Mit der Verabschiedung dieses Programms hat die Bundesregierung zur Entwicklung deutsch-belarussischer Initiativen beigetragen, die sich auf humanitären Beziehungen basierten und in eine Partnerprojektarbeit hinübergewachsen sind.

Seit der Genehmigung des Förderprogramms Belarus wurden acht Phasen erfolgreich umgesetzt: die Pilotphase 2002, die zweite Phase 2003 – 2004, die dritte Phase 2005 – 2006, die vierte Phase 2007 – 2008, die fünfte Phase 2009 – 2011, die sechste Phase 2012-2014, die siebte Phase 2014 – 2016 und die achte Phase 2016-2019.

Im Juni 2019 begann die 9. Phase des Förderprogramms, die bis Mai 2022 dauern wird.

Das übergeordnete Ziel des Förderprogramms Belarus in der 9. Phase ist die Umsetzung der Agenda 2030 in Belarus durch Stärkung der Kapazitäten und Kompetenzen insbesondere von zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie durch Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Akteuren aus Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu befördern.

Damit setzt das Programm in 2019-2022 zielbewusst seine langjährigen Bemühungen um die Unterstützung belarussischer Nachhaltigkeitsinitiativen fort und strebt gamäß den Grundprinzipien der Agenda 2030 eine stärkere Synergie zwischen seinen Förderbereichen, Sektoren und Projekten an.

Das Programm verfolgt einen dialogorientierten Ansatz und zielt explizit auf die Förderung von Multi-Akteurs-Partnerschaften im Rahmen deutsch-belarussischen Kooperation unterhalb der Ebene der direkten Regierungszusammenarbeit. Das FPB fördert belarussisch-deutsche Partnerschaftsprojekte, die durch wechselseitigen Erfahrungsaustausch und Kompetenztransfer neue Ansätze zur Umsetzung der Agenda 2030 in Belarus entwickeln, um sowohl soziale Inklusion als auch nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum und Umweltschutz zu ermöglichen.

Durch Programmaktivitäten sollen innovative Beiträge zur erfolgreichen Umsetzung der Agenda 2030 geleistet werden. Dies schließt konkrete Beiträge zur Erreichung von einem oder mehreren 17 SDGs sowie zur Verwirklichung der fünf Grundprinzipien und Dimensionen der Agenda 2030 ein.

Die Förderschwerpunkte des Programms in der 9. Phase orientierten sich an den Ansätzen und Themenfeldern, welche die Experten der Vereinigten Nationen im Rahmen ihres politischen Beratungsprozesses zur durchgängigen Berücksichtigung und Beschleunigung der Umsetzung der SDGs  (Mainstreaming, Acceleration and Policy Support, MAPS) für Belarus Ende 2017 als besonders relevant bestimmt haben. Die Ergebnisse dieser MAPS-Mission sind im „Fahrplan für die Erreichung der SDGs in der Republik Belarus“ veröffentlicht. Darin werden vier Akzeleratoren benannt, deren Fokussierung es erlauben soll, die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Dimensionen von Nachhaltigkeit gleichzeitig zu adressieren sowie im Falle von Zielkonflikten zwischen diesen Dimensionen die Formulierung von optimalen Kompromissen zu erleichtern. Die Akzeleratoren sind damit zugleich geeignet, die maximale Umsetzung von mehreren für Belarus besonders relevanten Nachhaltigkeitszielen gleichzeitig zu befördern. Die vier für Belarus definierten Akzeleratoren sind: a) „Grüne Transition“ für inklusives und nachhaltiges Wachstum, b) Orientierung auf zukünftige Generationen: Kinder und Jugendliche, c) Digitale Transformation und Soziale Innovation und d) Gleichberechtigung der Geschlechter.

In Diesem Zusammenhang werden folgende Förderschwerpunkte im Rahmen der 9. Phase des Förderprogramms Belarus unterstützt:

  • Inklusive und gleichberechtigte Gesellschaft
  • Grüne Transition und digitale Transformation
  • Lokalisierung der SDGs
  • Entwicklung von Monitoring- und Wirkungsmessungssystemen im Kontext der Umsetzung der Agenda 2030

Also greifen die Scherpunkte „Inklusive und gleichberechtigte Gesellschaft“ und „Grüne Transition und digitale Transformation“ oben genannten Akzeleratoren direkt auf. Die Förderschwerpunkte „Lokalisierung der SDGs“ und „Entwicklung von Monitoring- und Wirkungsmessungssystemen im Kontext der Umsetzung der Agenda 2030“ beziehen sich hingegen auf Ansätze zum Mainstreaming der Prinzipien und Ziele der Agenda 2030. Angesichts des übergreifenden Charakters vieler Aufgaben im Kontext der Agenda 2030 ergeben sich dabei zahlreiche Querverbindungen zwischen den Akzeleratoren sowie den Förderschwerpunkten.