Das erste Netzwerktreffen der belarussischen Partner fand am 8. Oktober 2020 im Zusammenhang mit dem offiziellen Start von 16 Projekten im Rahmen der 9. Phase des Förderprogramms Belarus statt. Die traditionelle Partnerkonferenz änderte das Format auf Online-Treffen; wir waren jedoch froh, dass wir die Möglichkeit hatten, mit den Partnern zu kommunizieren. Es war wichtig, die Projekte einander vorzustellen, Meinungen darüber auszutauschen, wie sich die veränderten Bedingungen und die Pandemie auf ihre Pläne auswirken können, welche Möglichkeiten die Projektteams für eine Interaktion miteinander sehen.

Bei der Begrüßung der Teilnehmer erinnerte Astrid Sahm, Direktorin des IBB Dortmund, an die Ziele des Födreprogramms Belarus für die Jahre 2019-2022: zur Umsetzung der Agenda 2030 in Belarus beizutragen durch Stärkung der Kapazitäten und Kompetenzen der zivilgesellschaftlichen Organisationen und die sektorübergreifende Zusammenarbeit. „Die Agenda-2030 ist eine Grundlage für die Interaktion zwischen den Programmpartnern, ein gemeinsames Ziel, dem wir näher kommen wollen. Die Prinzipien der Agenda sind auch die Prinzipien unserer gemeinsamen Arbeit – Universalität, das Prinzip „niemanden auslassen“, Wechselbeziehung und Unteilbarkeit, Inklusivität und vielseitige Partnerschaft. Universalität besteht darin, dass, obwohl wir in Belarus arbeiten, die Probleme, die wir lösen, globaler Natur sind, relevant in Deutschland und in der ganzen Welt, so dass wir ein gemeinsames Interesse haben, Lösungen auf lokaler Ebene finden und sie in anderen Regionen anwenden. Das Prinzip „niemanden auslassen“ bedeutet neben der Arbeit mit gefährdeten Gruppen auch, dass wir kein Mitglied der Gesellschaft von unserer Arbeit ausschließen können, wir bemühen uns um Zusammenarbeit und gegenseitigen Respekt. Verbundenheit und Unteilbarkeit drückt sich darin aus, dass alle Ziele der Agenda 2030 aufeinander abgestimmt sind und nur dann erfolgreich sein können, wenn alle Ziele und Prinzipien verwirklicht werden. Natürlich hat das Programm seine Schwerpunkte, ohne die es schwer zu arbeiten ist. Wir können die Ergebnisse unserer gemeinsamen Arbeit stärken, wenn wir unsere Kräfte bündeln und wo immer möglich Synergien zwischen den Projekten suchen“.

In diesem Zusammenhang diskutierten die Teilnehmer des Treffens in Gruppenarbeit die Möglichkeiten der Umsetzung der Agenda 2030, ihre Prinzipien und Maßnahmen in der aktuellen Situation, Formen der Interaktion zwischen Projekten sowie gemeinsame Ideen für die Wochen der nachhaltigen Entwicklung 2021. Zu den vielen Vorschlägen gehörten Einladungen zur Teilnahme an Projektveranstaltungen, der Austausch von Expertenerfahrungen und Informationsprodukten sowie die Möglichkeit von Online-Instrumenten für die Beteiligung gefährdeter Gruppen.

Das Förderprogramm Belarus hat immer flexibel auf die sich ändernden Bedürfnisse und Rahmenbedingungen reagiert; wir sind auch immer offen für Vorschläge. Im Rahmen des Begleitsprogramms versuchen wir, verschiedene Unterstützungsformate anzubieten, z.B. zusätzliche Kompetenzen oder Expertenhilfe. Insbesondere sind im Oktober Workshops für die Projektpartner zu den aktuellen Themen „Planen unter Unsicherheit“, „Umgang mit Angst- und Stresszuständen“, „Effektives Verhandeln“ geplant, und ein Kurs über nachhaltiges Veranstaltungsmanagement wird gestartet. Wir helfen gerne bei der Organisation von Online-Veranstaltungen, bieten Informationsunterstützung für Veranstaltungen im Rahmen von Projekten auf der FPB-Website, auf den Seiten sozialer Netzwerke und im Newsletter.

2021-04-13T17:06:56+00:00